Nein, nicht Alkohol auch nicht Rauchen oder Sex - obwohl immer öfters wird hier von der Erotik des Alltags gesprochen.
Jawohl, die meisten von uns tun es 3-5 mal täglich, manchmal auch mehr und dazu noch ausgiebig. Die Folgen sind bei über 50% der Menschen in wohlhabenden Ländern nicht zu übersehen. Auch nicht die Folgekosten im Medizinbereich, die förmlich exsplodieren.
Jetzt ahnen Sie schon sicherlich worum es geht. Um unser täglich Brot - mit Schinken, Lachs, Salami oder Pastete belegt. Und vor allem um FastFood, das obwohl ins Gerede geraten, sich weiterhin auf der Welt schnell verbreitet. Vor allem in den Ländern mit industriellem Nachholbedarf.
Die meisten Menschen sind eßsüchtig, ohne es zu wissen. Das Essen ist schon seit eh und je, nicht nur die Nahrungsaufnahme. Es spielt eine wichtige Rolle bei verschiedenen gesellschaftlichen Anlässen. Es setzt die Glückshormone frei, es befriedigt, wenn es richtig zubereitet wird. Die Schockolade sollte viele Menschen genauso glücklich machen, wie der Sex, wobei sie länger wirkt. Leider hat sie jedoch unerwünschte Nebenwirkungen aber die hat ja manchmal auch der Sex.
Immer mehr Menschen kommen zu der Ansicht, dass es mit WunderDiäten und immer mehr Nahrungsergänzung auf Dauer nicht getan ist. Es sind halbe Mittel, die in den berüchtigten Yoyo-Bereich münden.
Da es sich hier um orale Ersatzbefriedigung handelt, sollten sich die Betroffenen vielmehr fragen: Was will ich denn ersetzen? Fehlende Zuneigung, Lebensfreude, Erfolgserlebnisse, Freiheit, Lustgewinn auf gesunde Weise. Wer sich das erstmal bewußt macht, was er womit ersetzt, der hat dann mehr Chancen, nicht nur sein Körpergewicht, sondern auch sein Wohlbefinden besser zu kontrollieren. Vielleicht gar sein ganzes Leben.
Die Nebenwirkungen dieser neuen Einstellung sieht man nach einiger Zeit im Spiegel und im Verhalten der Mitmenschen. Bewußte Ernährung bewirkt, daß wir attraktiver, begehrenswerter erscheinen. Mit mehr Wohlbefinden als Nebeneffekt.
Bewußtmachen, eine Bestandsaufnahme ist hier der erste wichtige Schritt. Als nächstes sollte jeder, seine persönliche Wohlbefinden-Strategie entwickeln, die ihn fördert, statt ihn zu belasten oder zerstören. Die sich gut im Alltag integrieren lässt. Denn alle Programme, Übungen und Systeme, die zu stark über den Alltag hinausragen, haben auf Dauer keine Chance. Und können uns gar schaden, mit noch mehr Frust als Folgen. Der mit noch mehr Ungesundem kompensiert wird. Eine Abwehrtsspirale also, statt einer Besserung.
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