Das Thema Wohlbefinden möchte ich nun nochmal anschneiden, da es den Kern unserer aktuellen Lage als Menschheit auszumachen scheint.
Was sind die Grundgefühle unserer Zeit, was überwiegt denn wirklich in unserem Alltag? Freude und Wohlbefinden? Oder eher Stress, Angst und allgemeine Unsicherheit?
Die meisten von uns wagen hier erstmal gar nicht, sich die ehrliche Antwort auszudenken. Es ist doch weit bequemer ein paar Bier trinken vor dem Fernseher, in eine Disco fahren oder sich sonstwie zu beschäftigen, sich abzulenken.
Das unbehagliche Grundgefühl lauert jedoch weiter unterschwellig und versaut uns den Alltag. Die Pharmakonzerne, Spirituosen- und Fastfood (Eßsucht!!) Produzenten wissen es am besten, warum ihr Umsatz ständig steigt.
Ich denke mir - die Ursache Nr.1 für das wachsende Unbehagen bei der Mehrheit der Menschen, sind die fehlenden sozialen Kompetenzen. Wir werden doch pausenlos von allen Seiten zum Vergleichen, zum Wettbewerb animiert. Über Kooperation, emotionale Intelligenz und Effektivität wird nur in teuren Seminaren für Führungskräfte diskutiert - wo es zur Steigerung der Umsätze beitragen sollte. Kaufen kann man jedoch nur die (oft zerstörenden) Ersatzmittel. Nicht die echten Grundgefühle.
Was ist zu tun? Am besten erstmal gar nichts!
Ich kann es gar nicht oft genug wiederholen: weniger ist so oft mehr.
Der passive, meditative Widerstand, ist die beste Antwort auf unser täglich Terror rumherum.
"Beim Nichtstun bleibt nichts ungetan" - Lao Tse.
Mit "Nichtstun" meinte der Meister jedoch sicherlich nicht, sich die ganze Zeit gehen lassen. Was ja so viele ausgiebig praktizieren und auch nicht ganz glücklich dabei sind.
Es ist vielmehr ein Gegenteil von unserem "normalen" Tun. Probieren steht auch und besonders hier über Studieren ...